Winterkatalog 2017/2018

Warum haben Menschen eine Leseschwäche? Bei manchen gibt es eine körperliche Ursache, zum Beispiel eine Schädigung des Gehirns. Andere Menschen wurden in der Schule nie richtig gefördert. Viele haben eine andere Muttersprache. Oder sie haben Eltern, die die deutsche Sprache nicht gut sprechen. Leseschwäche gibt es auch bei geistig Behinderten. Menschen mit Legasthenie können nicht gut verarbeiten, was sie lesen. Für sie alle schreiben wir unsere Zeitungen und Bücher!

Einfache Sprache

Worauf achten wir im Bezug auf Sprache?

  • Die Sätze sind kurz und einfach.

  • Wir schreiben kurze Wörter.

  • Wir vermeiden Sprichwörter oder Bildsprache.

  • Wir benutzen so wenig wie möglich Fremdwörter. Sind sie unvermeidlich? Dann erklären wir sie.

  • Wir verwenden keine Abkürzungen. Ausnahmen sind bekannte Abkürzungen, zum Beispiel USA.

Inhalt - Was möchte der Leser wissen?

Auch Menschen mit Leseschwierigkeiten sollen gut und vollständig informiert werden. Darum ist der Inhalt der gleiche wie bei ‚normalen’ Texten. Wir fragen uns jedoch ständig:

Was ist an diesem Thema für unsere Leser besonders wichtig? Welche Fragen könnte der Leser haben? Und wie kann er das Thema am besten verstehen?

Darum erklären wir Hintergründe ausführlich. Und wir verarbeiten im Text Beispiele aus dem Alltag.


Aufbau des Textes
Ein Text in Einfacher Sprache hat einen anderen Aufbau als ein ‚normaler’ Text. Wir schreiben alles in einer logischen Reihenfolge auf. Im Text stehen auch nur die wichtigsten Dinge.

Gestaltung des Textes
Der Text sieht übersichtlich aus. Denn ein unübersichtlicher Artikel lädt nicht zum Lesen ein. Unsere Texte sind verhältnismäßig kurz. Sie sind in deutliche Absätze unterteilt. Die Schrift ist größer als in ‚normalen’ Texten.

Fotos und Zeichnungen
Ein Foto oder eine Zeichnung kann manchmal mehr sagen als tausend Worte. Bilder veranschaulichen den Inhalt. Wir verwenden einfache und deutliche Bilder, über die der Leser nicht erst nachdenken muss.

 

 

Beispiele

Schwierige Sprache

 

Einfache Sprache

Von einer gemeinsamen Haushaltsführung ist die Rede, wenn zwei Personen ihren Hauptwohnsitz in derselben Wohnung haben und sie erkennen lassen, dass sie durch das Mittel der Erbringung gegenseitiger Leistungen für einander Sorge tragen, zum Beispiel bei den Kosten des Haushalts und auf anderen Gebieten.

 

Sie haben einen gemeinsamen Haushalt, wenn die folgenden 2 Situationen für Sie gelten:

  1. Sie wohnen mit jemandem in der selben Adresse.

  2. Sie teilen sich die Haushaltskosten.

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